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Turbo Bull-Optionsschein auf Wincor Nixdorf: Übernahmeszenario geht auf - Optionsscheineanalyse


26.11.2015
ZertifikateJournal

Schwarzach am Main (www.optionsscheinecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe einen Turbo Bull-Optionsschein (ISIN DE000HY4XRQ6/ WKN HY4XRQ) von HypoVereinsbank onemarkets auf die Wincor Nixdorf-Aktie (ISIN DE000A0CAYB2/ WKN A0CAYB) vor.

Eigentlich hätte auch Wincor Nixdorf auf dem Deutschen Eigenkapitalforum in Frankfurt präsentieren sollen. Der Vortrag von Finanzvorstand Jürgen Wunram sei am ersten Veranstaltungstag um 13:30 Uhr fest eingeplant gewesen. Doch die Präsentation sei kurzfristig abgesagt worden. Der Grund: Nur wenige Stunden zuvor, um 6:45 Uhr, habe der Hersteller von Geldautomaten eine Ad-hoc-Mitteilung veröffentlicht. Demnach hätten Wincor Nixdorf und Diebold, die Nummer zwei und drei der Branche, eine Vereinbarung über die wesentlichen Eckdaten eines strategischen Zusammenschlusses durch ein freiwilliges Übernahmeangebot an sämtliche Aktionäre von Wincor Nixdorf abgeschlossen.

Die Offerte solle aus einer Kombination von Barmitteln und Diebold-Aktien bestehen. Für jedes Wincor Nixdorf-Papier würden die Amerikaner 38,98 Euro in bar sowie 0,434 Diebold-Aktien bieten. Auf Basis der Schlusskurse vom Freitag - also dem Handelstag vor Bekanntgabe der Übernahme - entspreche das 54,28 Euro je Wincor-Aktie. Damit würden die Deutschen mit fast 1,8 Mrd. Euro bewertet.


Der Zusammenschluss mache durchaus Sinn. Diebold-Chef Andy Mattes hoffe durch die Übernahme von Wincor dem Tempo bei der Veränderung der Branche standhalten zu können. Zudem habe er betont, dass sich die beiden Unternehmen ideal bei der regionalen Verbreitung ergänzt hätten. Er rechne darüber hinaus damit, dass die jährlichen Kosten im gemeinsamen Konzern um 160 Mio. Dollar pro Jahr gedrückt werden könnten.

Aktuell notiere die Wincor-Aktie mit gut 48 Euro ein gutes Stück unter der rechnerischen Offerte, die durch den Kursrückgang der Diebold-Aktie inzwischen auf 52,82 Euro je Wincor-Papier gesunken sei. Börsianer seien also vorsichtig. Vorbehaltlich der Prüfung der noch durch Diebold zu veröffentlichenden Angebotsunterlage würden Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen zwar das Übernahmeangebot unterstützen. Doch werde die Transaktion unter verschiedenen Bedingungen stehen, darunter etwa die Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden sowie eine Annahmequote von mindestens 67,6 Prozent aller Wincor-Aktien.

Insofern sei der Deal noch nicht in trockenen Tüchern. Anleger, die der Empfehlung in ZJ 45/2015 gefolgt seien und den MINI Long (WKN HY4XRQ) der HVB gekauft hätten, hätten dennoch einen guten Schnitt machen können: Das Papier liege gut 14 Prozent im Plus. Die Experten würden Gewinnmitnahmen und den Verkauf der Hälfte der Position empfehlen. Mit dem Rest könne auf eine Annäherung der Aktie in Richtung des angemessenen Preises spekuliert werden. (Ausgabe 46/2015) (26.11.2015/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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